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Lichtschalter

Es gibt viele kleine Dinge, die für jedermann/frau total selbstverständlich sind. So ein Ding ist beispielsweise ein Lichtschalter. Bei der Ausbildung der ‚Nachwuchsstars‘ bei den Profis von Elektro Hoffmann hat dieser Tage der Meister seine Azubis gefragt, ob sie denn einen Lichtschalter mal genauer erklären könnten.

Ah, oh, äh und andere Verlegenheitslaute waren die dürftige Antwort. „Seht Ihr, kein Mensch macht sich Gedanken über solche Selbstverständlichkeiten.”

„Ich will euch mal ein kleines Beispiel aus meinem eigenen Haushalt erzählen. Am frühen Morgen reagierte einmal der Lichtschalter in meinem Badezimmer nicht mehr. Als erstes hatte ich die Lampe im Spiegelschrank in Verdacht. Der Spiegelschrank ist bei uns die einzige Beleuchtung.”

Einer der Azubis fragte nach: „Gibt es bei euch nur die eine Beleuchtung?” „Ja, wir haben damals gefunden, dass es keine eigene Deckenbeleuchtung braucht, um das kleine Badezimmer auszuleuchten.”

In den Spiegelschrank war vom Hersteller noch eine Steckdose eingebaut. „Als erstes hatte ich das Leuchtmittel im Schrank in Verdacht. Eine 12V G4 mit 10W. Die Lampe schien intakt. Nichts klapperte beim Schütteln.” Der Meister hat das Leuchtmittel in einer anderen Fassung in der Küche ausprobiert, die Lampe brannte, kein Grund sie auszuwechseln.

Der Fehler musste also am Lichtschalter selbst zu finden sein oder vielleicht am Trafo, der der Lampe vorgeschaltet ist. Die nähere Untersuchung hat gezeigt, dass es am Trafo gelegen hat, der hat seinen Geist aufgegeben.

Es hätte genau so gut auch der Schalter sein können, auch Schalter leben nicht ewig. „Wenn z.B. bei der Installation einer Deckenleuchte die Kabel nicht fest genug angeschlossen sind, kann es einen Kurzschluss geben, der unter Umständen einen Schalter killt. Das kann eher passieren, wenn es sich um NoName Ware aus dem Baumarkt handelt. Deshalb verwenden wir bei uns nur geprüfte Markenware.”

Bei einem Kurzschluss können sehr hohe Ströme entstehen. Die Kontakte im Schalter halten mehr oder weniger hohe Temperaturen aus. Bei billigen Schaltern kann das zu irreparablen Schäden führen.

„Was gibts den überhaupt für unterschiedliche Schalter?” Wie aus der Pistole geschossen hat der älteste unter den Azubis die Aufzählung parat: „Wippschalter als Aus/Wechselschalter. Der bleibt nach dem Drücken in der neuen Position oder Taster, die springen nach dem Drücken in die ursprüngliche Position.”

„Gut”, hat der Meister seinen Musterschüler gelobt. „Aber es gibt noch mehr, neben dem einfachen Wippschalter gibt es noch Serienschalter mit zwei Wippen, die geschaltet werden können, je nach dem ob man eine Wechselschaltung oder Kreuzschaltung eingebaut hat. Eine Rolle spielt noch, wie viele Verbraucher von mehreren Schaltern bedient werden sollen. Das wird z.B. oft in Fluren gemacht.”

Die Azubis sind nach dem Unterrichtsstündchen zum Thema Lichtschalter doch erstaunt, welche Vielfalt es gibt. Dazu kommt, dass es gut ist für einen angehenden Hoffmann-Profi sich auch über solche vermeintlichen Kleinigkeiten Gedanken zu machen.

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